Multiple Sklerose/ Sport-und Klettern mit MS

Andreas Beseler – Rad statt Rollstuhl – ich war dabei!

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Der Sonntagnachmittag (08.04.18) mit dem Radfahrer Andreas Beseler und seinem Team Besi&Friends hat mich ungemein bestärkt, dass neben unserer Erkrankung MS einfach noch einiges geht – eben anders!

Besi&Friends

Andreas Beseler und sein Team veranstalteten einen Impustag mit Filmvorführung im Lindner Hotel in Nürburg, direkt neben dem Nürburgring; was man kaum verfehlen und hören konnte. Das Navi brachte mich und meine Freundin Jutta, die mich 220 km hinaufkutschierte und genauso von diesem emotionalen Event angesteckt wurde, wie ich. Am liebsten hätte ich mich vor Ort aufs Rad geschwungen. Aber ich bevorzuge doch eher das Klettern, was ja mit MS auch noch möglich ist. Das könnt ihr in einem anderen Beitrag nachlesen.

Ich kann nur Wow sagen!

Die Stimmung im Saal, jeder Stuhl besetzt, war wie ein ´aufgenommen-werden` in das Team und jeder der Redner nahm mit seinen Ausführungen und Erlebnisse den Zuhörer mit auf die Radtouren. Plastisch sah man den Regen auf die Straße prasseln und die Gesichter der Radfahrer während des Trainings, die alles geben und das für einen guten Zweck – für jeden MS-Betroffenen unter uns! Der Erlös der verschiedenen Radsport- und Laufveranstaltungen gehen 1:1 an die Nathalie Todenhöfer Stiftung. So auch ein stolzes Sümmchen, das an diesem Nachmittag dem Besi&Friends Team überreicht wurde.

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Besi&Friends

Das Arzneimittelunternehmen Mylan, das sich als Motto „Better Health for a better World“ auf die Fahne schreibt, unterstützt Besi&Friend. Ein sympathischer Marketingsleiter von Mylan Deutschland eröffnet die Veranstaltung und schon hier bereute ich nicht den langen Weg auf mich genommen zu haben. Mit den Worten „Die Bühne ist die deine“ übergab er das Wort an Besi.

Firma Mylan Referent Dr. Joachim Finsterle

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Andreas Beseler

Andreas Beseler, selbst MS-Betroffener hangelte sich vor vielen Jahren nach einem schweren Schub wieder ins Leben. Ein Freund half ihm damals wieder Fahrradfahren zu lernen und motivierte ihn, nicht aufzugeben. Doch auch seine Familie stand geschlossen und mutmachend hinter ihm. Schritt für Schritt, besser gesagt Pedale für Pedale, eroberte er mit der Zeit die Straßen und fuhr nach einem harten Training täglich Rad. Heute ist er Radsportler und Initiator von Besi&Friends, denn mit der Zeit schlossen sich viele Freunde an. Alles Hobbysportler, mit und ohne einem Handicap oder einer chronischen Erkrankung, aus fast ganz Europa. Heute ein tolles Team, das sich auf der Veranstaltung präsentierte. Herzlichkeit und Engagement konnte man bereits bei der Begrüßung im Foyer erleben.

Andreas Beseler

Hotel Lindner am Nürburgring

Im Sommer startet Besi mit drei Freunden eine neue Herausforderung und zwar die Teilnahme am „Race Across America“ mit drei seiner Freunde plus seinem Team, das aus einem Auto-Team, einem Wohnmobil- und Technik-Team plus Wäsche – und Verpflegungsteam besteht, nicht zu vergessen dem Physiotherapeuten. Während ich mir die gesamte Truppe bei der Vorstellung und Erzählungen über ihr Training und ihre Geschichten betrachte und dabei ihren Worte lauschte, spürte ich eine immense Zugehörigkeit, Kameradschaft und man merkt, sicher nicht nur ich, dass sich jeder auf den anderen verlassen kann. Ich staune, ich bewundere und wünsche mir einfach dazuzugehören. Während der Filmvorführung werden wir Zuhörer noch einmal auf eine emotionale Reise mitgenommen, die mir des öfteren Gänsehaut bescherte oder ich hatte einen Kloß im Hals. Einfach nur Wow!

MS-Bike live und auf Facebook virtuell

Die Firma Mylan startete die Spendenaktion „MS-Spendentour um die Welt“ und unterstützt MS-Betroffene, die durch einen Jobverlust oder andere Probleme in eine Notlage geraten. Das virtuelle MS-Bike läuft auf FB und pro 100 Meter, die sich das Rad weiter bewegt, spendet Mylan 4 Cent. Die Spende wird am Ende an das Mutmacher-Projekt „Besi&Friends“ gehen. Jeder von euch kann mitmachen. Einfach auf Facebook den Link anklicken, den ich auf MS-Spendentour um die Welt verlinkt habe und jeder Like, jeder geteilte Inhalt, jeder Kilometer deiner mittels Fitneess-Tracker aufgezeichnete eigene Radtour lässt die Spendensumme steigen. Eine großartige Idee, denn schnell kommt man selbst mal in eine materielle Schieflage und ist dankbar, wenn unbürokratisch schnell Hilfe erlangt.

Hier seht ihr das MS-Bike vor Ort, dass jeder an diesem Nachmittag ausprobieren konnte. Es simuliert, wie man sich als MS-Betroffener beim Fahrradfahren durch Einschränkungen, wie Spastiken oder Sensibilitätsstörungen, fühlen kann. Meine Freundin war sehr überrascht und hätte nie gedacht, dass man mit MS so fühlen kann.

Das letzte Foto mit den Großbuchstaben MULTIPLE SKLEROSE zog Aufmerksamkeit auf sich und ich wurde in der Pause und nach der Veranstaltung von gesunden Zuschauer gefragt, warum das so zittrig aussieht. Ich habe es ihnen dann erklärt, dass viele an manchen Tagen so sehen oder bei einer Sehnerventzündung. Erstaunt und mit großen Augen wurde ich angeschaut und viele meinten: „Wie kann man nur damit leben!?“ Wir müssen – wir haben doch keine andere Wahl.

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Hotel Lindner am Nürburgring

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Besi bedanken! Nicht nur dass er mich namentlich bei der Begrüßung erwähnte und kurz etwas zu meiner Person erzählte; danke auch dafür dass ich meine Bücher präsentieren durfte.

⇒ Wer sich mehr über Andreas Beseler und Besi&Friends informieren möchte, ich habe Wörter mit entsprechenden Links markiert; ebenso die Fotos verlinkt. Einfach daraufklicken und ihr seid mittendrin in der Geschichte von Besi, seinem Team oder bei den diversen Veranstaltungen.

Viel Lesevergnügen und lasst euch genauso anstecken wie ich. Denn bereits auf der Rückfahrt schmiedete ich im Stillen Pläne. Am Samstag trifft sich unsere Gruppe „Klettern mit MS“; darüber berichte ich nächste Woche.

Herzlichst

Eure

Caroline Régnard-Mayer

Fotos © Caroline Régnard-Mayer

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2 Comments

  • Reply
    elke
    13. April 2018 at 06:51

    Liebe Caro,

    wow kann ich nur sagen. Durch meine Halswirbeloperation und zwei neuen künstlichen Wirbeln, kann ich nicht mehr jede Sportart ausführen. Schwimmen nur in abgewandelter Form, Klettern war eh nie so mein Ding, ich bin der Wassermensch und laufe gerne an der See im Sand und mit den Füßen im Wasser und Fahrradfahren. Nächstes Jahr möchte ich mir ein neues Fahrrad kaufen und wieder mehr fahren.

    Liebe Grüße
    Elke

    • Reply
      frauenpowertrotzms
      13. April 2018 at 12:22

      Hallo Elke,
      habe auch nur gestaunt und kann nur Wow sagen. War eine tolle Veranstaltung. Früher bin ich so gerne gewalkt; geht heute nicht mehr. Man sucht sich dann einfach Alternativen. Hauptsach man macht etwas 😉
      LG Caro

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