Nährstoffe und Vitamine

Gastbeitrag – Zuckerkonsum in der Schwangerschaft

24. Februar 2018
Zuckerkonsum in der Schwangerschaft

Heute möchte ich euch Anna in meinem Gastbeitrag über Zucker und Schwangerschaft vorstellen, die mir auf Instagram mit ihren sehr interessanten Beiträgen über ein zuckerfreies Leben aufgefallen ist.

Vor vier Jahren bekam sie gesundheitliche Probleme, befaste sich deswegen mit dem Thema Zucker. Heute macht Anna eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin und wird sich auf Kinder spezialisieren. Sie hat mir ihren Text „Zuckerkonsum in der Schwangerschaft“ zur Verfügung gestellt; herzlichen Dank liebe Anna.

Hier kommt ihr zu ihrem Instagram-Profil https://www.instagram.com/anlezuckerfrei/  und am Ende diesen Beitrags zu ihrem Blog.

 

Zuckerkonsum in der Schwangerschaft

  1. Die Risiken des Zuckers werden unterschätzt

Leider wird die Wirkung von Zucker unterschätzt. Wird er in zu großen Mengen konsumiert oder gibt es bestimmte Vorerkrankungen, können Mutter und Kind schwere gesundheitliche Schäden davontragen – auch noch langfristig.

Für bestimmte Risikogruppen ist übermäßiger Zuckerkonsum für das Kind, aber auch die werdende Mutter, durchaus eine Gefahr. Das gilt auch schon zu Beginn der Schwangerschaft. Zu diesen Risikogruppen gehören:

  1. Risikogruppen

  • Frauen mit Übergewicht – also einem Body-Mass-Index größer 25
  • Ältere Erstgebärende
  • Frauen mit Zuckerkrankheit in der Familie
  • Frauen, die schon mal während einer Schwangerschaft eine Zuckererkrankung hatten – Fachleute nennen das eine „diabetische Stoffwechsellage“ oder auch „Gestationsdiabetes“
  • Frauen, die bereits ein Kind mit einem hohen Geburtsgewicht (mehr als 4000 g) geboren haben
  • Frauen, die bereits mehrere Fehlgeburten oder eine Todgeburt hatten

Natürlich wird ein Frauenarzt auch bei den Vorsorgeuntersuchungen das Gewicht der Schwangeren kontrollieren und überwachen. So lässt sich eine mögliche Zuckererkrankung während der Schwangerschaft erkennen.

  1. Folgen eines übermäßigen Zuckerkonsums in der Schwangerschaft

Die Mutter kann Gestationsdiabetes bekommen. Das kann je nach Ausprägung zu durchaus auch schwerwiegenden Schwangerschaftserkrankungen und Infektionen führen. Außerdem steigt das Risiko einer zu frühen Geburt. Auch bei Folgeschwangerschaften muss dann mit einem höheren Risiko für eine erneute Zuckererkrankung gerechnet werden. Nach der Schwangerschaft besteht zudem ein erhöhtes Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei der Mutter steigt.

  1. Folgen für das ungeborene Kind

Eine Zuckererkrankung der Mutter kann dazu führen, dass das Kind mit mehr als 4000 Gramm Körpergewicht zur Welt kommt. Das liegt daran, dass die Mutter eine Resistenz gegenüber dem Hormon Insulin erworben hat. Dadurch steigt der Zuckerspiegel bei Mutter und Kind gleichermaßen. Beim Kind führt das zu einem verstärkten Einbau von Zucker in die Zellen.

Bei der Entbindung kann es in der Folge einer Zuckererkrankung zu Komplikationen kommen, etwa durch einen Schulterfehlstand – Fachleute sprechen von Schulterdystokie – oder einen Schlüsselbeinbruch.

Nach der Entbindung führt der Überschuss an Insulin zu einer Unterzuckerung beim Kind. Es dauert dann eine Weile, bis sich die Insulinproduktion des Kindes eingespielt hat. Auch das Risiko von Atemstörungen, Infektionen und Erkrankungen des Herzens beim Kind steigt.

  1. Übergewicht beim Kleinkind und Kind?

Die Kinder haben später im Leben – etwa ab der Pubertät – ein höheres Risiko an Übergewicht oder Diabetes zu erkranken. Auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen ist erhöht. Ob und wie sich Zuckererkrankungen hingegen auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt, wird zurzeit im Rahmen der Grundlagenforschung noch untersucht.

  1. Zucker pro Tag für Schwangere

Das ist von Person zu Person unterschiedlich. Übergewichtige sollten Zucker in jedem Fall wenn möglich weglassen. Aber auch für Normalgewichtige gilt es häufigen Zuckerkonsum im Übermaß – die berüchtigten Heißhungerattacken – zu vermeiden.

Hier gilt die Regel: Ehrlich zu sich selbst sein und schon jetzt, alles tun damit das Kind gesund bleibt!

  1. Wie soll ich mich nun ernähren?

Generell solltest du schon zu Beginn und während der Schwangerschaft eher auf eine mediterrane Diät zurückgreifen. Sinnvoll und gesund sind zum Beispiel Fisch, Gemüse und Früchte. Zurückhaltung gilt es hingegen bei Fertigprodukten, Soft-Drinks und Säften zu üben. Diese enthalten oft versteckten Zucker. Eine Ernährungsberatung kann werdenden Müttern hier weitere wertvolle Tipps geben – auch über die Schwangerschaft hinaus. Auch in meinem Back to Basic Kurs lernst du viel zu diesem Thema und bekommst viele Hilfestellungen.

Ebenso wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind ist regelmäßige Bewegung während der Schwangerschaft. Mindestens 30 Minuten sollten hierfür täglich auf dem Programm stehen. Ein Spaziergang oder auch eine Runde leichtes Schwimmen lassen sich in der Regel in den Tagesablauf integrieren und reichen durchaus aus.

  1. Gar kein Zucker in den ersten Lebensjahren?

In den ersten beiden Lebensjahren sollten Mütter bei der Ernährung ihrer Kinder auf Industriezucker, also etwa in Süßigkeiten aber auch in süßen Säften, wenn möglich weitgehend verzichten. Denn in diesem Alter bildet sich bei den Kindern der Geschmack aus. Deshalb wird hier auch die Lust auf etwas Süßes vorprogrammiert.

  1. Was ist mit Fruchtzucker?

Unbedingt notwendig für eine ausgewogene Ernährung ist püriertes oder später auch geschnittenes Obst und rohes Gemüse. Das essen Kinder genauso gerne, wenn sie noch keine Schokolade kennen.

Weitere interessante Infos unter: http://www.anle-zuckerfrei.de/zuckerkonsum-in-der-schwangerschaft/

Bin gespannt, ob der ein oder andere etwas zu diesem Bericht oder seinen Erfahrungen kommentieren kann!

Herzlichst

Eure

MS-Blog frauenpowertrotzms

 

 

Bildquelle: http://www.anlezuckerfrei.de


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