Multiple Sklerose

Resilienz und Multiple Sklerose

1. Februar 2018

Resilienz und Multiple Sklerose – ein schwieriges Wort und genauso das Thema!

Was bedeutet Resilienz?

Quelle beide Fotos: spruchdesteaes.org

Resiliente Menschen besitzen die Fähigkeit sich nach einem Schicksalsschlag oder einer Krise nach Lösungen zu suchen, statt sich hilflos zu fühlen oder depressiv zu werden. Sie wachsen an der neuen Herausforderung. Ebenso leiden sie wie jeder andere von uns, aber besinnen sich auf ihre Stärken. Sie haben gelernt sich selbst zu vertrauen, sind optimistisch und umgeben sich mit stabilen Beziehungen zu Vertrauenspersonen.

Wow! und gleichzeitig ein ernüchterndes … hier gehöre ich nur bedingt dazu.

Optimismus ja, doch auch dieser verlässt mich doch manchmal. Selbstvertrauen ja, doch wenn man gegen eine Wand läuft rollen Köpfe. Vertrauenspersonen ja, doch wenn die keine Zeit haben und eigene Probleme haben, dann ist man am Ende doch alleine.

Blicke ich auf die letzten 25 Jahren zurück, musste ich manchen Schicksalsschlag hinnehmen und nicht immer konnte ich mich selbst dabei befreien. Psychotherapie und Antidepressiva waren mein Rettungsanker und das „du-musst-als Mutter-funktionieren-egal wie“ standen präsent im Raum. Heute besitze ich die Fähigkeit in Krisensituationen zu handeln, rechtzeitig mir Hilfe zu holen, mich zu motivieren auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt. Aber es gibt auch die Momente, da streiche ich die Segel, verfalle in depressive Stimmung und muss mich erstmal sammeln. Zu groß ist die Angst einer erneuten Depression. Wieder müssen die Ärmel hochgekrempelt werden … wie oft noch!?

Jedoch weiß ich heute, auch diese Rückschläge und Krisen gehen vorbei, es wird irgendwann wieder die Sonne scheinen, doch Narben bleiben zurück. Das kann mir keiner vormachen, dass es nicht so ist. Einziger Trost: Man darf nicht ständig zurückblicken sondern muss tatsächlich nach vorne blicken. Ballast abwerfen und an sich arbeiten. Klar, leichter gesagt als getan.

Gehöre ich nun zu den Menschen, die auf dem Weg zur Resilienz sind?

Vielleicht. Hoffentlich. Man wird sehen …

Auf der Seite über das ich über das Thema gelesen habe, werden folgende Dinge als Motivation auf dem Weg gegeben:

  1. Sich über kleine Dinge im täglichen Leben freuen, wie ein Telefonat mit Freunden, die Natur, ein Gespräch mit einem Nachbarn, das erledigen von Dingen das doch schneller von der Hand ging als gedacht …
  2. Was mag ich nicht an mir? Daraus einen neuen Blickwinkel erarbeiten und einen Vorteil erkennen.
  3. Pflegen von Freundschaften und ein gutes Gespräch mit einer Vertrauensperson suchen. Hebt die Stimmung.
  4. Resilienz kann man erlernen und üben.

Ehrlich?

Mir sind die drei Punkte zu allgemein. Ich denke, dass das jeder versucht und immer wird ein ABER kommen. Denn es gibt Schicksalsschläge und Krisen, die können weder mit einem guten Gespräch noch mit einem neuen Blickwinkel überstanden werden.

„Zeit heilt alle Wunden“ … ein Spruch, bei dem ich oft die Augen rolle, doch eigentlich ist er wahr.

Alles braucht Zeit – die Verarbeitung, die Motivation, das Ausraffen, das Miteinander reden, den Blickwinkel im Leben ändern, sich auf seine Stärken besinnen, der Optimismus, stabile Beziehungen aufbauen und die richtigen Freunde.

Diese Themen wie heute die „Resilienz und Multiple Sklerose“ können dem Leben eine neue Wendung geben, doch gehören Menschen mit der Erkrankung MS dazu? Denke ich an die vielen Schicksale, die meine Leser oft durchlaufen und erleben, dann betrübt mich das Thema, das auf einem MS-Portal erschienen ist und mit drei Punkten einfach mal so abgehandelt wurde.

Um als resilenter Mensch mit MS zu gelten, habe ich noch einen langen Weg vor mir …

Was meint ihr?

Schreibt mir gerne eure Meinung oder kommentiert unter meinem Blogbeitrag.


Herzlichst

Eure

 

 

Bildquelle/beide Fotos: spruchdesteaes.org


 

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