MS-Fatigue verstehen: Unsichtbare Erschöpfung bei Multipler Sklerose
Fatigue bei MS ist kein bisschen „normale Müdigkeit“. Es ist eine tiefe, lähmende Erschöpfung, die von außen kaum sichtbar ist und genau das macht sie so tückisch.
Erst wenn mir beinahe der Kopf auf die Tischplatte fällt, wird sie für andere greifbar. Dann sieht selbst der größte Zweifler: Hier geht nichts mehr. Denken wird zäh wie Kaugummi, Gespräche rauschen vorbei, der Körper fühlt sich an, als hätte ich tagelang Schwerstarbeit geleistet.
Manche Betroffene schließen mitten im Gespräch die Augen, hören nichts mehr, sehen nichts mehr, einfach, weil das System herunterfährt. Nicht aus Desinteresse. Sondern weil die Energie vollständig aufgebraucht ist.
Oft rette ich mich wortlos auf die nächste Couch egal ob zu Hause oder bei Freunden. In solchen Momenten gibt es keine Alternative. Die MS-Fatigue übernimmt das Kommando. Mit fortschreitender Erkrankung werden diese Pausen häufiger. Der Alltag muss sich anpassen, nicht umgekehrt. weiterlesen




