Multiple Sklerose Unsichtbare Symptome bei MS

Migräne und MS

2. Februar 2018

Ich leide unter Migräne und MS

Nachdem ich nun 9 Tage Migräne mit sehr schmerzhaften Attacken habe – Ibuprofen und Triptane nicht wirken, gestern 250 mg Kortison bekam – bin ich heute auf Recherche gegangen und habe mich durch einige interessante Beiträge gelesen. Ich wollte wissen, ob es ein Zusammenhang zwischen der Multiple Sklersose und Migräne besteht. Hier nun meine Recherche und die entsprechenden Links für euch.

Migräne

Kopfschmerzen und Multiple Sklerose

Kopfschmerzen sind weit verbreitet. Nahezu jeder Mensch klagt gelegentlich darüber. Kopfweh lässt sich somit nicht als MS-typisches Symptom bezeichnen.

Patienten mit Multipler Sklerose klagen rund anderthalb mal so oft über Kopfschmerzen wie der Rest der Bevölkerung. Das ist nicht neu, wird aber oft übersehen.

Im Vordergrund steht der Spannungskopfschmerz und die Migräne ohne Aura, wobei tendenziell der Spannungskopfschmerz – also dumpfe Kopfschmerzen an der Stirn, den Seiten oder am Hinterkopf – eher den progredienten Verläufen zugeordnet wird und Migräne ohne Aura – meist einseitig pochend und gern mit Lärm- und Lichtempfindlichkeit sowie Übelkeit verbunden – etwas häufiger beim schubförmigen MS-Verlauf zu finden ist.

Migräneattacke im Schub?

Kopfschmerzen bei MS können sowohl präklinisch als auch zu Beginn der Erkrankung sowie im weiteren Verlauf auftreten. Sie können, aber müssen nicht mit der MS zusammenhängen (in zwei Drittel aller Fälle haben sie statistisch gesehen nichts mit der MS zu tun). Im Zusammenhang mit Schüben erklären sich Migräneattacken vor allem dann, wenn der Hirnstamm mitbetroffen ist.

Auch verschiedene Wirkstoffe können MS-Kopfschmerzen verursachen. Vor allem sind dies die Interferone (gegenüber Plazebo hatten mehr Patienten diese Nebenwirkung) vor Glatiramerazetat. Die neueren krankheitsmodifizerenden MS-Therapeutika haben Studien zufolge Kopfschmerzen nicht als Nebenwirkung.

Kopfschmerzen gehören behandelt

Eine Diagnosemethode, die Lumbalpunktion, kann auch, vor allem bei falschem Verhalten, vorübergehend zu Kopfschmerzen führen. Um dies zu vermeiden, wird den Patienten geraten, nach dieser Punktion, die dazu dient Nervenwasser zu entnehmen, zu liegen.

Unabhängig von der Ursache: Wichtig ist, dass Patienten den Kopfschmerz behandeln, um so Schmerzen zu verringern und Lebensqualität zu steigern. Sind Kopfschmerzen MS-bedingt, helfen frei verkäufliche Schmerzmittel manchmal nicht. Unter Umständen müssen spezielle Wirkstoffe eingesetzt werden.

Laut einer Studie können Kopfschmerzen ein Symptom für Multiple Sklerose sein. Damit könnte die Diagnose der Erkrankung des zentralen Nervensystems verbessert werden.

Je früher Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert wird, desto besser kann die Erkrankung behandelt werden. Kopfschmerzen zählten bisher nicht zu den typischen Symptomen bei MS. Forscher der Universität Rostock konnten in einer Studie jetzt aber einen Zusammenhang herstellen, berichtet der österreichische „Standard“. Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse im Fachjournal „Plos One“.

Vor allem weibliche MS-Patienten betroffen

Dass Kopfschmerzen und Multiple Sklerose bisher nicht miteinander in Verbindung gebracht wurden, überrascht ob der Aussage von Professor Uwe Zettl von der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Universität Rostock: „Wir haben 200 Patientinnen und Patienten mit MS untersucht und festgestellt, dass 70 Prozent der Betroffenen unter Kopfschmerzen leiden.“ Darunter befanden sich auffallend viele Frauen.

Die Forscher hoben hervor, dass sich die Diagnose von Multipler Sklerose durch diese Beobachtung deutlich verbessern lässt. Bisher wurden die Kopfschmerzen der Betroffenen auf andere Ursachen zurückgeführt, sodass sich die korrekte Diagnose und damit auch die Therapie verzögerten.

Kopfschmerzen und frühe MS-Diagnose

Die Kopfschmerzen, unter denen die Patienten leiden, würden sich zudem deutlich von anderen Arten unterscheiden. „Bei den Kopfschmerzen handelt es sich nicht um klassische Migräneschmerzen“, so Kopfschmerzforscher Peter Kropp, der ebenfalls an der Studie beteiligt war. Stattdessen lassen sie sich direkt auf das Krankheitsbild von MS zurückführen und könnten damit in die Diagnosemethodik mit einbezogen werden und ein früheres Erkennen möglich machen.

Migräne und neuropathischer Schmerz bei MS-Patienten

Bei Multipler Sklerose (MS) treten neben muskuloskeletalen Schmerzen häufig neuropathische Schmerzen und Kopfschmerz auf. Französische Autoren konzentrierten sich in einer Befragungsstudie auf die Häufigkeit von neuropathischen Schmerzen und Migräne. Sie prüften zudem, wie ausgeprägt die Schmerzintensität und die Einschränkung für die Patienten waren.

Neuropathische Schmerzen und Migräne sind mit 51 bzw. 46 % auffällig häufige Komorbiditäten bei Patienten mit MS. Diese Ergebnisse präsentierte die Forschergruppe um Xavier Moisset von der Universität in Clermont-Ferrand, Frankreich.

Mich hat sehr erstaunt, was ich zu diesem Thema gelesen habe. Ebenso die vielen Rückmeldungen zu diesem Thema auf Facebook und Instagram auf meinen Poste.

Kommentiert gerne diesen Beitrag, denn eure Erfahrungen interessieren mich.

Übrigens war ich heute bei meinem Hausarzt, der die Therapie mit Kortison ablehnte und mir ein Opiat verschrieben hat. Nach Abklinken meiner Migräne werde ich es mit einem pflanzlischen Mittel über Wochen probieren, um in Zukunft von solchen tagelangen Attacken verschont zu bleiben.

Herzlichst

Eure

 

 

http://www.amsel.de/multiple-sklerose-news/medizin/Kopfschmerzen-und-Multiple-Sklerose_5903

https://www.fem.com/gesundheit-ernaehrung/kopfschmerzen-als-symptom-bei-multipler-sklerose

https://www.thieme.de/de/neurologie/migraene-und-neuropathischer-schmerz-bei-ms-patienten-56721.htm

weiterer Link: http://news.doccheck.com/de/37360/ms-zusammenhang-kopfschmerz-aufgedeckt/

Bildquelle/Titel: unplush.com


 

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