Hilfsmittel bei Multiple Sklerose Multiple Sklerose

MS und wie lasse ich mir einen Rolli verordnen!

31. Januar 2018
Aus drei Pflegestufen wurden fünf Pflegegrade - VDK

Gerade letzte Woche habe ich mich unter Gruppenleiter darüber ausgetauscht und zusätzlich noch recherchiert wie ich einen Rolli richtig verordnen lasse. Oft werde ich zu diesem Thema angerufen, was mich wundert, denn eigentlich sollten Sanitätshäuser vor Ort die Fragen beantworten können. Im heutigen Blogbeitrag einige Tipps für euch!

Seit 2016 wurde mein Rolli gegen einen Sopur Helium ausgetauscht (man lernt ja mit den Jahren an Erfahrung dazu), denn der erste war viel zu schwer und kein Aktivrollstuhl, auch wenn mir das vom damaligen Sanitätshaus suggeriert wurde. Vieles ging schief, aber nun besitze ich einen genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten Rolli ?mit Starrahmen, leicht und problemlos in das Auto zu heben, nur Räder abmachen, aktiv am Leben teilen nehmen!

Die Verordnung (Rezept) stellt der Arzt aus. Am besten man lässt sich vorab in einem Sanitätshaus mit einer Reh-Fachabteilung oder guter Kompetenz inkl. Werkstatt beraten oder man recherchiert selbst, fragt Betroffene über ihre Erfahrungen und geht dann auf Suche im Internet oder ins Sanitätshaus. Der Arzt kann jedoch auch nur allgemein einen Rollstuhl ohne Firmenangabe verordnen. Die Kasse hat eh das letzte Wort.

rolli-verordnen-lassen

Mit dem Rezept geht man dann erneut zu einem Sanitätshaus; am besten die Krankenkasse anrufen, welches für einem zuständig ist, denn nicht alle vorort haben einen Vertrag mit eurer Kasse. Dort wird nun einen Kostenanschlag erstellt – aber – lasst euch nichts aufschwätzen. Nimmt euch Zeit und notfalls immer ein Proberolli anfordern (der für euch in engerer Wahl kommt). Probiert Modelle aus und fährt damit. Danach stellt das Sanitätshaus für euch den Antrag bei der Krankenkasse; bei Bewilligung bekommt ihr den Rolli zur Abholung oder ins Haus geliefert.
Bei Ablehnung immer Widerspruch einlegen!!!

Auf was man achten sollte!

  • Elekrorollstuhl oder einen manuellen z.B. Aktivrollstuhl: wird man geschoben? Rollt man selbst? Nur für kurze Strecken oder auch für längere?
  • Faltbar oder mit Starrrahmen?
  • Seitlich aussteigen oder nach vorne, entsprechend auch auf die Fußstützen achten (durchgehend? einzeln? abnehmbar?)
  • mit Armlehne oder nicht?
  • sinnvoll ist, dass ihr Anbieter (Sanitätshaus oder anderer Anbieter) eine Werkstatt dabei hat, um anfallende Reparaturen selbst auszuführen.
  • Luftbereifung oder Vollgummireifen (sind pannensicher, aber schwerer und mehr Rollwiderstand)
  • achten, dass richtig ausgemessen wird (man wird nach Körper- und Konfektionsgröße gefragt und ihr werdet vermessen: Rücken, Becken, Oberschenkel)
  • das richtige Sitzkissen (wäre lange im Rolli sitzen muss, sollte sich ein speziell angefertigtes Kissen verordnen lassen, ist nicht nur mit Schaumstoff gefüllt, sondern auch anatomisch geformt)
 
Hier habe ich per Zufall eine gute Seite zum nachlesen gefunden: Technik und mehr über einen Rolli
 
Bei Fragen schreibt mich gerne hier oder auf Facebook an.
 
Herzlichst
Eure
MS-Blog frauenpowertrotzms

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